Anforderungen an ein DPP-Typenschild

Warum das Etikett über den Erfolg des Digitalen Produktpasses entscheidet

Der Digitale Produktpass entsteht entlang der Lieferkette, bei Rohstoffen, Zwischenprodukten und Fertigungsprozessen. Die Software konsolidiert diese Daten. Aber erst das Typenschild schließt den Kreis: Es ist der physische Berührungspunkt zwischen dem digitalen Pass und dem Produkt selbst, das beim Kunden ankommt. Wer den DPP ernst nimmt, muss auch die Anforderungen an dieses Etikett ernst nehmen.

DPP-Typenschild von SecIdent und Sommer: Robuste und langlebige Laserfolie

Das schwächste Glied in der DPP-Kette

Ein QR-Code auf einem Typenschild klingt nach einer Kleinigkeit. In der Praxis ist es oft der kritischste Punkt der gesamten DPP-Infrastruktur.

Die Anforderungen ergeben sich direkt aus der Produktlebensdauer und dem Einsatzumfeld: Eine Industriepumpe, die zwanzig Jahre in einer Chemiefabrik läuft, stellt andere Anforderungen an ein Etikett als ein Haushaltsgerät. Die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 schreibt vor, dass der QR-Code für die gesamte Lebensdauer des Produkts und darüber hinaus lesbar sein muss. Ein verblasstes, abgeriebenes oder chemisch angegriffenes Etikett ist kein Kavaliersdelikt: Es unterbricht jedoch die Rückverfolgbarkeit und kann die Compliance gefährden.

Hinzu kommt eine oft übersehene Chance: Wer heute auf ein robustes, einheitliches Etikettierungsverfahren umstellt, kann alle Typenschilder, auch für Produkte ohne aktuelle DPP-Pflicht, bereits mit einem QR-Code ausstatten. Die Infrastruktur ist dann vorbereitet, wenn die regulatorischen Anforderungen schrittweise auf weitere Produktkategorien ausgeweitet werden.

Laserfolie statt gestanztem Aluminium

Wer heute Typenschilder für Batterien oder Geräte im Außeneinsatz beschafft, denkt meist an gestanzte Aluminiumschilder — robust, bewährt, aber aufwendig in Herstellung und Montage. Die Befestigung erfordert Nieten oder Schrauben, die Produktion läuft in Chargen, und Änderungen am Inhalt bedeuten neue Werkzeuge.

Lasergravierte Klebefolien sind in mehrfacher Hinsicht ein überzeugender Ersatz. Die Beschriftung entsteht durch Laserabtragung einer Deckschicht auf einer Polyesterfolie. Dadurch gibt es keine Tinte und kein Aufdruck, der verblassen kann. Das Ergebnis ist chemisch und mechanisch extrem beständig, sowie UL- und CSA-zertifiziert. Das Material ist leicht, lässt sich ohne Werkzeug direkt auf das Gerät aufkleben, auch auf Substraten mit niedriger Oberflächenenergie, und kostet pro Exemplar deutlich weniger als ein gefrästes oder gestanztes Metallschild. Für besonders raue Umgebungen (Automotive, Outdoor, aggressive Chemikalien) gibt es spezialisierte Materialvarianten.

Gemeinsam mit der Sommer GmbH aus Freiberg am Neckar bieten wir auf dieser Basis eine Komplettlösung an, die physische Kennzeichnung und den digitalen Produktpass verbindet.

Inhalte, Druck und Freigabe aus einer Hand

Die Inhalte des Typenschildes — Typenbezeichnung, Herstelldatum, Serial Code, QR-Code — werden vollständig in SecIdent verwaltet. Das stellt sicher, dass jedes Etikett exakt die Daten trägt, die dem jeweiligen Produkt zugeordnet sind: chargenrein, rückverfolgbar, ohne manuelle Übertragungsfehler.

Von SecIdent aus gibt es zwei Wege in die Produktion:

Wer über eine eigene Laseranlage verfügt, kann diese direkt über die Maschinenintegration von SecIdent ansteuern. Wer das nicht will oder bei kleineren Stückzahlen arbeitet, kann über ein Partner-Konto direkt Sommer beauftragen, inklusive eines Druckfreigabeprozesses und chargenreiner Lieferung der fertigen Etiketten.

Dieser Workflow ist besonders relevant für Hersteller, die noch keinen eigenen Kennzeichnungsworkflow aufgebaut haben, oder für Produkte mit geringen Stückzahlen, bei denen eine eigene Anlage wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.

Foto von André

Von André Simmert

Geschäftsführer