DPP Onboarding

Der Produktpass ist das Ergebnis, die Daten die Herausforderung.

Sie wissen, was der Digitale Produktpass technisch ist. Sie wissen auch, was das eigentliche Problem ist: die Daten. Woher kommen sie? Wer in der Supply Chain liefert was, in welchem Format, mit welcher Qualität — und bis wann? Warum redet dann kaum ein Anbieter darüber?

Die Vorleistung wird häufig unterschätzt

Auf Messen und in Produktdemos sieht der Batteriepass gut aus. QR-Code scannen, Daten erscheinen, alles strukturiert, alles schön. Was diese Demos nicht zeigen: den Weg dahin.

Carbon Footprint nach EN 50693. Materialkennzeichnung nach EU-Chemikalienrecht. Lieferantendaten aus Tier-2- und Tier-3-Quellen, die bislang in PDFs, Excel-Tabellen oder schlicht in den Köpfen von Lieferantenbetreuern schlummern. Diese Daten kommen nicht aus dem ERP. Sie kommen aus der gesamten Wertschöpfungskette — und die wenigsten Lieferanten haben sie je in strukturierter Form bereitgestellt.

Wer sich heute mit DPP-Providern unterhält, bekommt oft Antworten auf Fragen, die er nicht gestellt hat. Wie flexibel das Layout des Passes ist. Welche Marketing-Features die Plattform bietet. Wie man Kunden mit dem QR-Code binden kann.

Das sind legitime Mehrwerte — für später. Wer ab 2027 compliant sein muss, hat gerade andere Prioritäten.

Die eigentliche Arbeit passiert vor dem ersten Pass

Der Batteriepass nach (EU) 2023/1542 ist das Ergebnis eines Datenprozesses, nicht sein Ausgangspunkt. Bevor der erste Pass erstellt werden kann, müssen Attribute definiert, Datenquellen identifiziert, Lieferanten eingebunden und Prozesse aufgesetzt werden — in der Produktion, im ERP-Umfeld, entlang der gesamten Lieferkette.

Das ist keine Softwarefrage. Es ist eine Prozessfrage. Und sie ist für ein mittelständisches Unternehmen ohne dediziertes IT-Projektbudget besonders herausfordernd — weil man keine Unternehmensberatung mit hundert Mannstunden beauftragen will oder kann.

Was hilft: ein Anbieter, der diesen Weg kennt. Nicht aus dem Batteriepass-Hype der letzten zwei Jahre, sondern aus einem Umfeld, das in puncto Datenqualität, Rückverfolgbarkeit und regulatorischer Schärfe noch anspruchsvoller ist: der Pharma-Serialisierung nach 2011/62/EU. Dort lösen wir seit 2018 genau diese Probleme — Datenaggregation aus komplexen Lieferketten, Prozessintegration in laufende Fertigung, schrittweise Automatisierung ohne Big-Bang-Projekte.

Pragmatisch starten — und dort automatisieren, wo es wehtut

Man muss nicht ab Tag 1 vollautomatisiert sein. Wer 2027 compliant sein muss, kann heute mit manueller Datenpflege auf Typenschild- und Batch-Ebene beginnen. Das ist operativ aufwändiger — aber es ist ein valider Einstieg, der sofort umsetzbar ist. Und er hat einen unterschätzten Vorteil: Man lernt dabei, wo die Daten wirklich fehlen, wo die Lieferkette hakt, und wo gezielte Automatisierung am meisten bringt.

Das digitale Typenschild ist der natürliche Startpunkt. Produktdaten, die ohnehin bekannt sind, strukturiert erfassen — ohne Systemintegration, ohne Projektplan, ohne Wartezeit. Danach folgt, was sinnvoll ist: Batch-Daten, Lieferantenanbindung, EC-Registry-Kommunikation, schrittweise Automatisierung dort, wo der Aufwand am größten ist.

Wir arbeiten zudem an KI-gestützten Ansätzen, die unstrukturierte Lieferantendaten — PDFs, Excel-Exporte, E-Mail-Anhänge — automatisch erkennen, den richtigen Attributen zuordnen und für die DPP-Befüllung transformieren. Kein Versprechen für heute, aber ein konkreter Ansatz für genau das Problem, das die meisten Hersteller als das schmerzhafteste beschreiben.

SecIdent ist seit über einem Jahrzehnt produktiv im Einsatz für regulierte Märkte — von der Pharma-Serialisierung bis zum Batteriepass nach (EU) 2023/1542. Die Plattform übernimmt Datenhaltung, Typenschilderstellung, EC-Registry-Kommunikation und DPP-Auslieferung. Kein Startup, keine Beta, kein laufendes Aufbauprojekt. ISO 27001 zertifiziert, ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Wer den Einstieg sucht, ohne ein Großprojekt aufzusetzen: Demo vereinbaren.
André Simmert, Geschäftsführer
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Von André Simmert

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