Pragmatisches DPP‑Onboarding

Batteriepass ohne IT-Großprojekt: erst compliant, dann automatisieren

Ja, Sie sind spät dran. Ab dem 18. Februar 2027 braucht jede neu in Verkehr gebrachte LV-Batterie, Industriebatterie über 2 kWh und Elektrofahrzeugbatterie einen Batteriepass nach Art. 77 der Verordnung (EU) 2023/1542. Mit unserem Batteriepass-Workshop kommen viele Hersteller trotzdem in vier Wochen zu einem ersten Pass auf echten Produktdaten und einem klaren Weg zur Compliance: ohne Schnellschuss, ohne Vendor-Lock-in und ohne sich spätere Automatisierung zu verbauen.

Was von dutzenden Workshops übrig blieb

Wer heute einen Batteriepass benötigt, braucht keinen Vortrag über DPP-Infrastrukturen und Mehrwertstrategien. Er benötigt einen Pass, der im Februar für jede Batterie abrufbar ist, und eine Fertigung, die dabei weiterläuft.

Genau darauf haben wir den Workshop in den vergangenen zwei Jahren zugeschnitten. Nach dutzenden Durchläufen ist er schlanker geworden, nicht umfangreicher. Übrig geblieben sind 24 Entscheidungen, die vor Implementierung und Anbieterwahl fallen sollten. Jede stammt aus einem Projekt, in dem sie später teuer geworden wäre. Einige Beispiele: Was passiert mit den Pässen, wenn Sie keine neuen Batterien mehr in Verkehr bringen? Wie wechseln Sie den Anbieter, ohne Pässe neu aufzusetzen? Was, wenn sich die Domain ändert? Wer erzeugt Typenschilder mit QR-Code, wenn Partner fertigen? Welche Fragen relevant sind, hängt stark von der Batteriekategorie ab. Ein E-Bike-Akku stellt andere als ein stationärer Speicher.

Die meisten Kunden wählen zuerst den kleinsten Aufwand, der compliant ist. Wir halten das für richtig, solange die Entscheidungen so fallen, dass spätere Automatisierung und Mehrwerte nicht verbaut sind. Genau dafür sind die 24 Entscheidungen da. Über Mehrwerte spricht man besser, wenn das System läuft.

André Simmert erläutert in einem Besprechungsraum die Struktur eines Batteriepass-Workshops auf einem Monitor.
„Die teuerste Entscheidung im Batteriepass-Projekt ist die, die niemand trifft.“
André Simmert, Geschäftsführer

Erst händisch, dann automatisieren

Die eigentliche Arbeit steckt selten in der Software, sondern in der Abstimmung mit Zell-, Modul- und Packlieferanten und der eigenen Produktion. Wo eine Schnittstelle Wochen kostet, starten wir mit einem Import oder einer Eingabemaske. Wer ein paar Hundert Batterien im Jahr baut, spart durch Vollautomatisierung oft weniger Zeit, als sie kostet. Wo sich Automatisierung lohnt, zeigt der Betrieb, und dann wird gezielt nachgezogen. Am einfachsten wird es, wenn der Lieferant selbst SecIdent nutzt: Dann fließen seine Daten ohne Medienbruch in Ihren Pass.

Das Wort „Prototyp“ scheuen wir inzwischen. Zu oft ist es eine Demo, von der aus der Weg zum echten Pass noch weit ist. Am Ende unseres Workshops steht ein erster Pass auf Echtdaten. Bei kleineren Herstellern ist genau dieser Pass direkt danach produktiv gegangen.

Beim Zeitplan sind wir streng: vier Wochen, maximal acht. Entscheider sitzen mit am Tisch, Hausaufgaben zwischen den Terminen werden erledigt.

Unser Workshop-Versprechen: mit oder ohne SecIdent

Der Workshop ist anbieterneutral, und das meinen wir wörtlich. Die 24 Entscheidungen und die Roadmap gehören Ihnen und lassen sich mit jedem Anbieter umsetzen. Im schlechtesten Fall wissen Sie nach vier Wochen genau, was Sie benötigen, und setzen es woanders um. Wer sich mit einer Eigenentwicklung oder einem anderen Anbieter festgefahren hat, bekommt eine nüchterne Einschätzung, auch wenn sie lautet: Bleiben Sie, wo Sie sind, und ändern Sie drei Dinge.

Offen gesagt: SecIdent ist selbst eine Batteriepass-Lösung. Entscheiden Sie sich nach dem Workshop für eine Umsetzung oder Migration mit uns, schreiben wir 50 % des Workshop-Preises gut. Und wer nach dem Kick-off merkt, dass es nicht passt, steigt aus und zahlt nur den Kick-off.

SecIdent stellt digitale Produktidentitäten für regulierte Märkte bereit, darunter Batteriepässe nach (EU) 2023/1542 mit digitalem Typenschild. Da die Verordnung Übertragbarkeit ohne Anbieterbindung verlangt, lassen sich alle Passdaten jederzeit vollständig exportieren. Die Plattform ist ISO 27001-zertifiziert und wird vollständig in Europa entwickelt und betrieben.

Foto von Verena

Von Verena Vasilev

Expertin Produktpass & Kommunikation