Batteriepass umsetzen
Batteriepass Umsetzung bei P6 mit Zelllieferanten als eingebundene Partner
P6 aus Kroatien ist ein wachsendes Unternehmen. Es baut Batterien, keine Zellen. Eine der Batterien im Portfolio hat eine Kapazität über 2 kWh und ist damit passpflichtig. Ab dem 18. Februar 2027 braucht nämlich jede Industriebatterie über 2 kWh, die in der EU in Verkehr gebracht wird, einen digitalen Batteriepass gemäß der Batterieverordnung (EU) 2023/1542.
Für die Batteriepass Umsetzung reicht es aber nicht, nur die eigenen Daten zu betrachten. Benötigt werden auch Daten der Zelllieferanten.
Das Problem eines Pack-Herstellers: Die Daten liegen nicht nur bei ihm
Ein Batteriepass verlangt Angaben, die sich ohne den Zelllieferanten nicht beschaffen lassen. Dazu gehören die stoffliche und chemische Zusammensetzung sowie der Rezyklatgehalt.
Beim CO2-Fußabdruck kommt eine weitere Ebene hinzu. Zellen und ihre Materialien zählen zu den größten Posten in dieser Bilanz, hinzu kommen die Emissionen aus der eigenen Fertigung bei P6.
Ein Teil der Passdaten entsteht also gar nicht bei P6, sondern in der Lieferkette davor. Üblicherweise werden solche Angaben per E-Mail, Excel-Tabelle oder auf Nachfrage eingeholt. Bei einem einzelnen Produkt lässt sich das noch manuell koordinieren. Bei mehreren Zelltypen, mehreren Lieferanten und wiederkehrenden Chargen wächst der Koordinationsaufwand schneller als das Unternehmen selbst.
Wie P6 die Batteriepass Umsetzung angeht
Für den Batteriepass setzt P6 auf SecIdent. Die Plattform bringt die passenden Attribute und die Struktur dahinter bereits mit, und für die Zusammenarbeit mit Zelllieferanten stehen eigene Partnerkonten zur Verfügung. Darüber lassen sich Lieferanten in den Prozess einbinden, ohne dass P6 selbst zur Schnittstelle zwischen den Systemen werden muss. Wer welche Daten einsehen oder eintragen darf, bleibt dabei jederzeit steuerbar.
Die Funktionen dahinter im Überblick
Attributliste nach DIN DKE SPEC 99100: SecIdent bringt den vollständigen Katalog der vorgegebenen Attribute mit. Inhalte lassen sich direkt eintragen, ohne selbst recherchieren zu müssen, welche Angaben der Pass verlangt.
Flexible Ebenenzuordnung: Für jedes Attribut gibt es eine empfohlene Ebene, Modell, Charge oder Artikel. Diese Empfehlung ist ein sinnvoller Ausgangspunkt, aber keine feste Vorgabe. Je nach Produktionsprozess und Lieferkette kann es sich lohnen, einzelne Attribute abweichend zuzuordnen, und genau diesen Spielraum lässt SecIdent zu.
Antwortseite als Vorlage: Die Seite hinter dem QR-Code steht als fertige Vorlage bereit und lässt sich an das eigene Corporate Design anpassen. Der Aufwand beschränkt sich im Wesentlichen auf das Eintragen der eigenen Werte.
Partnerkonten für Zelllieferanten: Zelllieferanten lassen sich über eigene Konten einbinden, die ihre Daten, etwa zu Zellchemie oder Herkunft, direkt in die dafür vorgesehenen Attribute eintragen können.
Mehrstufiges Berechtigungskonzept: P6 legt fest, welcher Partner welche Attribute auf welcher Ebene einsehen oder bearbeiten darf. Wirtschaftlich sensible Informationen oder Daten anderer Lieferanten bleiben außen vor.
Workflows statt Systemwechsel: Der Datenaustausch läuft über konfigurierbare Workflows, unabhängig davon, welches System der jeweilige Lieferant selbst einsetzt. Für keine der beiden Seiten entsteht ein eigenes Integrationsprojekt.
Was sich dadurch verändert
Aus einer einmaligen Datenabfrage kann so ein wiederkehrender Prozess werden, der nicht nur den aktuellen Batteriepass betrifft, sondern auch künftige Chargen und Modelle trägt.
Für ein wachsendes Unternehmen ist das mehr als ein Komfortgewinn. Es ist der Unterschied zwischen einem Aufwand, der mit jedem neuen Lieferanten größer wird, und einem, der mitskaliert.
Für Unternehmen vor derselben Aufgabe
Die Situation von P6 ist kein Sonderfall. Jeder Pack-Hersteller, der eine Industriebatterie, LMT-Batterie oder Elektrofahrzeugbatterie in der EU in Verkehr bringt, steht vor derselben Frage. Wie kommen die Daten der Zulieferer strukturiert, aktuell und mit klar geregeltem Zugriff in den eigenen Pass, ohne dass daraus ein dauerhafter manueller Koordinationsaufwand wird?
SecIdent beantwortet das nicht mit einer einmaligen Integration, sondern mit einer laufenden Zusammenarbeitsstruktur, die unabhängig von der Größe oder den Systemen der Partner funktioniert.
Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf, um mehr darüber zu erfahren.